Internat: eine Gemeinschaft, die trägt

Welche Gründe sprechen für einen Internatsbesuch?

Wie kann ein Internat unterstützen?

Worauf sollten Familien bei der Auswahl achten?

In angelsächsischen Ländern sind gute Internate fester Bestandteil des Bildungssystems. Ihr Besuch gilt als Privileg und ist für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler gleichermaßen erstrebenswert. Die Kombination von elterlicher Erziehung und Internat wird als sehr wertvoll erachtet, da die intensive Betreuung und das vielseitige Angebot die jungen Menschen in besonderem Maße stärken. 

Diese Einschätzung setzt sich auch in Deutschland immer mehr durch. Ganzheitliche Bildung, Gemeinschaft, tiefe Freundschaften, individuelle Förderung von Begabungen und Interessen und der Erwerb sozialer Kompetenzen werden dabei hervorgehoben. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Möglichkeit, innerfamiliäre Spannungsfelder zu verringern, und die Vielfalt an pädagogischer Begleitung spielen eine wichtige Rolle. 

Diese Seiten möchten Sie über den Bildungsweg „Internat“ informieren, was er bietet, welche Punkte es zu beachten gibt und wie Sie das für Ihre Familie und Ihren Sohn, Ihre Tochter beste Internat finden.

Junge Menschen fit machen für die Zukunft

Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Flache Hierarchien, interdisziplinäre Teams, agiles und projektbezogenes Arbeiten sind immer stärker im Kommen. Das stellt besondere Anforderungen an künftige Spezialisten und Führungskräfte. Studien zufolge sind soziale und interkulturelle Kompetenzen, Teamfähigkeit sowie Kreativität besonders gefragt.

Junge Menschen fit zu machen für diese beruflichen Anforderungen ist daher eine wichtige Aufgabe. Ein Internat kann ihr durch die ganzheitliche Betreuung in ganz besonderem Maße gerecht werden.

Internat als Ergänzung zu Familie

Die heranwachsenden Kinder bestens betreut und gefördert zu wissen ist für Eltern sehr wichtig.

Das Augenmerk richtet sich dabei insbesondere auf die weiterführende Schule. Denn das Teenager-Alter ist ein sensibles: Die jungen Menschen sind empfänglich für äußere Reize, Peergroups gewinnen an Bedeutung, Familie und Lernen rücken möglicherweise in den Hintergrund. Und während die Grundschule meist wohnortnah liegt und einen behüteten Rahmen bietet, ist ein gutes Gymnasium nicht immer im direkten Umfeld zu finden. In diesem Falle kann ein Internat eine wertvolle Hilfe sein. Durch das Leben im Internat können die jungen Menschen ganzheitlich gefördert werden und intellektuelle wie auch soziale Kompetenzen erwerben, die später den Zugang zur Arbeitswelt vereinfachen.

Internat fördert soziale Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sind im Internat Teil einer größeren Gemeinschaft, die ihnen Halt gibt und gleichzeitig zu Eigenverantwortung und Selbstständigkeit anleitet. Durch den engen Kontakt zu Gleichaltrigen werden soziale und emotionale Kompetenzen gestärkt. Strukturierte Tagesabläufe und Rituale geben Sicherheit, Regeln helfen, den ausgewogenen Umgang mit Medien und Genussmitteln zu lernen.

In Projekten, AGs, Wohn- und Lerngruppen können sich die Kinder und Jugendlichen ausprobieren und gewinnen Selbstvertrauen. Die intensive schulische Förderung wie auch die abwechslungsreichen Sport-, Kultur- und Freizeitaktivitäten geben ihnen vielfältige Möglichkeiten, ihr Potenzial zu entdecken und zu entfalten und Selbstwirksamkeit zu erleben. Wichtige Fähigkeiten für das spätere Berufsleben wie Kooperation, Kommunikation und Kreativität werden dabei tagtäglich trainiert und gestärkt.

Wichtige Voraussetzungen für den Internatsbesuch:

Der Sohn/die Tochter hat ein gewisses Maß an Selbstständigkeit, ist offen für Neues und bereit, sich (zeitweise) vom Elternhaus zu lösen.

Der Sohn/die Tochter wird in die Entscheidung von Beginn an mit einbezogen und möchte das präferierte Internat besuchen.

Konzept und Werte des Internats stimmen mit den Vorstellungen des Sohnes/der Tochter sowie den Wünschen der Eltern überein.